Frische Lektüre im März!
In Japan lernte sie schmecken, in Frankreich kochen und auf ihren zahlreichen Reisen und Stationen im Ausland, dass der Entwicklung neuer Geschmackskompositionen kaum Grenzen gesetzt sind. Mit ihrer subtilen Fusionküche, die einerseits schlicht und pur, andererseits fantasievoll und überraschend ist, machte Fumiko in Paris bei Alain Passard und Fauchon Furore. Nun gewährt sie mit ihrem ersten Kochbuch Einblick in Kreationen, die auch dadurch überraschen, dass sie ohne Schwierigkeit in jeder Haushaltsküche nachzumachen sind. Auf die Details kommt es an: ein Hauch Speckaroma im Milchschaum des Butternusscappuccion, ein paar Blättchen Basilikum im Grapefruitcoktail, ein Spritzer Sojasauce für die Ente à l’orange. Die Resultate sind durchwegs wahrlich fabelhaft!
Fumiko Kono, Die fabelhafte Welt der Fumiko, Collection Rolf Heyne
Tibits ist der jüngere Spross des Traditionshauses Küche „Hiltl“, das immerhin schon 1898 als erstes vegetarisches Restaurant Europas seine Pforten öffnete und bereits zwei vegetarische Kochbücher veröffentlichte, die als Klassiker gelten. Dass die Masterminds hinter Hiltl und Tibits stets am Puls der Zeit bleiben zeigt das neue Buch „tibits at home“: hier gibt es frische und saisonale Gerichte, die Aromen und kulinarische Ideen aus aller Welt fein verbinden und trotzdem ohne viel Schnickschnack auskommen. Ein kleiner, kulinarischer Beweis, dass die moderne vegetarische Küche kein Verzicht, sondern ein Gewinn für den täglichen Speiseplan bedeutet!
Frei und Hiltl, tibits at home, AT Verlag
Endlich ist Yotam Ottolenghis „Plenty“ in deutscher Sprache erschienen: „Genussvoll vegetarisch“ heißt es nun. Und Genuss ist tatsächlich der erste Gedanke, der einem schon beim Anschauen der Rezepte und Bilder in den Sinn kommt. Die mediterran-orientalischen Gerichte sind kreativ und gelingen leicht; lassen jedoch gleichzeitig die Freiheit, eigene Variationen zu kreieren. So gibt es zum Beispiel einen winterlichen Linsensalat mit Sellerie, Minze und Haselnüssen (bei Babette‘s mit Flusskrebsen serviert) und immer wieder kleine, feine Tricks und Zutaten, die aus einem Gericht eine ganz besondere Speise machen: Sumac zu gebratenen weißen Bohnen zum Beispiel (für eine feine, fruchtige Säure) oder knackige Granatapfelkerne zu herrlich weich gerösteter Aubergine. Übrigens: Yotam Ottolenghi selbst ist kein Vegetarier, und so gibt er auch Tipps für Kombinationen der Gerichte mit Fisch oder Fleisch. Frisch, außergewöhnlich und unglaublich lecker: Ein absolutes Lieblingsbuch.
Yotam Ottolenghi, Genussvoll vegetarisch, Dorling Kindersley
Ihre Reise begann mit der Sehnsucht nach Unabhängigkeit. Gefunden hat die britische Köchin Thomasina Miers jene in Mexiko, wo Lebendigkeit, Farben, Musik und das rege Treiben der Menschen ihr Ein und Alles wurden. Dabei spielt die Liebe für sinnliche Aromen, feurige Chilischoten, frische Salsa und Mole, Mais und Bohnen die wichtigste Rolle. Thomasina kocht sich nach Ihren zig Aufenthalten durch viele authentische Rezepte, garniert einige davon mit dem Klecks persönlicher Innovation, bleibt aber gleichzeitig sehr traditionell. Wissenswertes über die Welt der Chilis, Kräuter und Gewürze macht Lust zum Ausprobieren und Experimentieren! Es finden sich langsam gegarte Hauptgerichte, Streetfood, Snacks, sowie Soulfood, verführerische Desserts und Drinks die einheizen. Endlich ein buntes, fröhliches und schön illustriertes Buch, das sofort von vorne bis hinten durchgekocht werden möchte! Spätestens jetzt ist mexikanisch Kochen wirklich einfach!
Thomasina Miers, Mexikanisch Kochen Ganz einfach, Dorling Kindersley

Eine gute Idee schön umgesetzt. Um die traditionellen Rezepte der Großmuttergeneration zu erhalten hat Judith Umathum ihren Nachbarinnen mit der Kamera über die Schulter in die Rührschüssel geschaut und so die Zubereitung von fast vergessenen Gerichten wie Balasn, Dunstgugelhupf oder Bohnenstrudel festgehalten. 14 sehr bodenständige Rezepte sind es, die von burgenländischen Hausfrauen mit gelassener Routine, Ruhe und viel Schmalz hergekocht werden. Die meisten Zutaten werden dabei „iwahaps“ genommen, was soviel meint wie nach überlieferter Tradition, also ohne genaue Mengenangaben sondern nach Gefühl. Das Ergebnis ist nicht nur ein Kochkurs auf DVD mit sehr niedlichem Kochbüchlein dabei, sondern auch ein schönes Portrait bäuerlicher Alltagskultur, die man schon verschwunden glaubte.
IWAHAPS - Burgenländisch kochen und Backen, Umathum
